In der Straße wird gerade ein neues Haus gebaut und seit heute bin ich "Best Friend" mit den Arbeiten, was den Vorteil hat das ich jederzeit alles mögliche an Material von Ihnen bekomm um die kleinen täglichen Reperaturen und Konstruktionen auszuführen.
Die Jung's kommen aus Bolivien, Panama, Haiti und Venezuela, sprechen nur Spanisch und Portugisisch ...
Alles kein Problem - mit einem freundlichen Lächen und Handzeichen kann man mit jeden "sprechen" und auch bei den Einheimischen "öffnen sich die Türen" mit dem "Victory Zeichen", Freundlichkeit und einigen Worten Papimento - die Sprache der Einheimischen - ein Gemisch aus niederländisch, spanisch, portugisisch und vielen afrikanischen Worten.

Es ist "Winter" auf Curacao - Regenzeit. 
Ich kannte die Insel bisher nur im Sommer - staubtrocken und ausgedörrt.
Jetzt ist alles grün und viele Pflanzen beginnen zu Blühen.  

Auf der Suche nach weiteren Stränden mußte ich feststellen das viele der auf Karten verzeichneten Strände nicht mehr erreichbar sind.
Die "Betreiber" sind pleite und die Infrastruktur verfällt - schade !
Zu anderen Stränden kommt man nur gegen eine "Gebühr" - es sei denn man begrüßt den Wachmann mit "Bon Bini" (guten Tag) hällt mit Ihm einen netten Plausch - macht gegenseitig einige Foto's und verabschiedet sich mit "Haijoo" - was auf Papimento  "auf Wiedersehen" bedeutet und mehr gesungen als gesprochen wird.

Heute habe ich mit den verfügbaren Mitteln eine Tränke und Futterstelle für die Vögel und eine Kolibri-Tränke gebaut.
Entspricht im Prinzip der hiesigen - teils abenteuerlichen Bauweise.
Jeder deutsche Bauingenieur würde sich hier nach einigen Tagen einen Strick nehmen ...

Daggy hat heute einen Weihnachtsstollen gebacken und unser holländischen Nachbarn zum Kaffee eingeladen.  Die haben dann gleich Ihre kanadische Freundin mitgebacht.
Nach 2 Stunden Kaffee, Stollen und Quatschen haben wir dann spontan eine "Kuchenessgruppe" gegründet - als nächstes gibt es Quarkkuchen.
Die Unterhaltung war auch ein Erlebniss - die Mischung aus niederländisch, kanadischem englisch und deutsch war nicht immer einfach - hat aber riesigen Spass gemacht  :-)

Gesten waren wir auf einem Salza und Marenge Abend.

Das vorwiegend einheimische und ältere Publikum war eine bunte Mischen unterschiedlicher genetischer Herkunft und farblicher Vielfalt von hellbraun bis schwarz wie die Nacht.

Eines war allen gemeinsam :   Musik im Blut und "Pfeffer im Arsch" .

Eine Freundin von Ingrid war so von der Musik mitgerissen das Sie mich einfach geschnappt hat und mit mir ( ! )  einen Salza auf's Parkett gelegt hat.

Nach einiger Zeit begriff ich das es hier nicht nur um die Musik und Tanzen ging:

Viele kamen alleine und gingen zu Zweit  :-)   Das läuft hier alles etwas lockerer als bei uns  :-)

Am Haus lebt auch eine Gruppe Kolibri's.
Ich lieg stundenlang auf der Lauer - die zu Fotografieren ist eine Herausforderung -
nicht größer als ein halber Daumen und Sauschnell !

Auf Curacao sind Drogen aller Art - selbst Weed - streng verboten.
Natürlich kann man es überall kaufen  :-)         Das läuft dann so :
Jemand kommt freundlich auf Dich zu und begrüßt Dich als wenn Ihr Euch seit Jahren kennt.
Er macht etwas Smalltalk - woher kommst Du - wo wohnst Du ...   und erzählt nebenbei das Er
aus Columbien kommt , schon in Amsterdam war und die dortigen Coffeshop's gut fand .
( da klingelt es doch schon im Kopf  )
Dann kommt natürlich die Frage ob Du etwas zu rauchen kaufen möchtest ...
( sollte man aber besser lassen - die Strafen sind hier hoch )

Die Strassenköter-Gang hat uns in's Rudel aufgenommen - Sie bewachen sogar unser Auto.
Der Dackelverschnitt ( ist eigendlich eine "Dackelline" )  greift sogar jeden an der der sich dem Auto nähert.  
Sie werden von uns nicht mehr gefüttert ( nur noch Wasser ) da sie mehr als gut genährt sind.
Wasser ist da eher ein Problem - jeder füttert die Hunde - aber niemand denkt an Wasser.

Ich bin ein neugiriger Mensch - und esse gerne  :-)
Daher nutze ich hier die Gelegenheit alle fremden Lebendsmittel  auszuprobieren.
Das kann dann auch mal in die Hose gehen.   Ich habe ein goßes Stück Lachs gekauft ( 7,- €/Kg ! )
Hab mich beim auspacken schon gewundert das der Lachs sehr fest war ...  egal - weitergemacht.
Leicht gesalzen, Pfeffer + etwas Knoblauch und dann in Butter gebraten.
Ich liebe ja Salz - aber den ersten Bissen hab ich sofort wieder ausgespuckt !  Total versalzen !
Konnte eigendlich nicht sein - hab dann ein Stück aus der Mitte probiert - auch ekelhaft salzig.
Ich hatte gepökelten Lachs gekauft !                             Wie Die das hier essen ist mir schleierhaft .
Dafür war die Chirimoya dann um so leckerer - die ca. 5cm große Frucht hat weiches, süßes
Fruchtfleisch das nach Banane, Ananas und Birne schmeckt - die Schale ist bitter und nicht wirklich essbar ( die Enwohner essen die Chirimoya komplett ... )
Heute Abend gibt es Kaktusfrüchte - wird auch wieder spannend.

Auf Curacao gibt es im Prinzip alles - nur die Preise unterscheiden sich teilweise extrem von unseren - so kostet Benzin 1,- €/L - Tabac (Samson) 3,- €/150g und feinstes Steak oder Filet  
nur 20,- €/Kg.
Teuer dagegen ist Bier 2,- €/330ml , Kaffee mit 12,- €/500g und essbares Brot  :-(
Für die übrigen Waren gilt - aus Süd- Mittel- oder Nordamerika ist billiger als bei uns -
aus Europa ist teurer - aus China ist überall auf der Welt "billig"  ;-)
PS                      Es gibt sogar einen großen Baumakt -  mit Drive-in !     :-)))

Nach inzwischen 2 Wochen ist auch Daggy "Tiefenentspannt"  .
Sie macht sich keine Sorgen mehr wenn am Auto mal wieder etwas abfällt oder der linke Blinker nicht funktioniert - dann hällt man einfach die Hand aus dem Fenster und winkt - alle sehen das, verstehen es und alles ist OK.
Ihr Spruch :     wird alles überbewertet - braucht man einen Blinker ?  geht auch ohne  :-)
Andere fahren ohne Licht, Rückspiegel , Türen, ...  da ist unser Auto noch ein "Schmuckstück" !
Angeblich gibt es einen TÜV ...

Heute war Daggy's  "Erlebnisstag" .                          Wir sind zum Christoffel-Nationalpark.
Die extrem schmale Beton- und Schotterpiste geht durch das bergige Gelände - wenn Sie
vorher gewusst hätte was auf Sie zukommt wäre Sie da nicht für Geld und Kuchen reingefahren.
Es beginnt harmlos - ein bischen rauf und runter ... dann wird es haarig - Steigungen und Gefälle von gut 45° - mittendrin enge Kurven.    Vor 2 Wochen wäre Sie nach 500 metern ausgestiegen.
Ging hier leider nicht - Einbahnstrasse, und ich kann das ja Auto nicht fahren  :-)
Nach 5 Kilometern wurde Sie schneller und hatte sogar Spass - ich kenn meine Frau nicht mehr !
Beim anschließendem Kaffee am Klippen-Kaffee Playa Forti war Sie so euphorisch das Sie beim nächsten Mal sogar die Klippe runterspringen will - Daggy wird zum Adrenalin-Junki  :-)

Update zu den Kakteenfrüchten :
Lecker - schmecken nach Birne + keine Ahnung.  
Leider bestehen sie zu 50% aus Kernen die man mitessen kann - gut für die Verdauung  :-)
Vorher hab ich mir 2 Grillspieße gegönnt, bestückt mit feinstem Rinderfilet, gut 250g
zum unglaublichem Preis von 2,30 €/ Stück !

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In Soto kennen inzwischen alle den  "Verrückten mit dem 3-rädrigem Bike".
Wenn ich vorbeifahre ahmen die Kid's gröhlend mein Gasgeben nach und wie ich in der Kurve mehr neben als auf dem Bike hänge.

Ich bin am Nachmittag "mal schnell" mit dem Bike zum kleinen Knipp ( 15 Km ) gefahren um zu sehen ob ich mit dem Bike dort an den Strand komme.
Unterwegs wurde es dunkel und schon war ich nass bis in die letzte Ritze - was nicht wirklich unangenehm ist - der Regen ist lauwarm - und nach 5 Minuten Fahrt war ich wieder trocken.
Nur dreimal hintereinander muß nicht wirklich sein  ...  ist halt Regenzeit .

Tanken ist in Deutschland einfach - Du tankst - gehst bezahlen - fertig.
Hier ist das wegen dem zu erwartendem Sprittklau anders :  man muß erst mal am Schalter 
( hinter Gittern ) sagen was - und wieviel man tanken möchte, zahlt, dann gehst Du zur Tanksäule die dann irgendwann freigeschaltet wird ... tankst und fertig.
Da uns das alles zu aufwendig ist wollten wir heute an einer Säule mit Kartenzahlung tanken.
Am Bedienfeld hing ein kleiner Zettel - in Spanisch   :-(     
Daggy ist dann vorsichtshalber zum Tankwart um zu fragen was da steht.
Die Auskunft :    Du kannst mit der Karte zahlen - der Automat druckt auch brav eine Quittung -
nur es kommt kein Spritt - Säule defekt !  (  schon länger ... )
Bei uns würden das Bedienfeld mit zB Pappe zugeklebt - hier nicht - man müßte sich dazu ja bewegen, was nun wirklich zuviel verlangt ist - kann ich nach 3 Wochen Curacao langsam verstehen :-)

Heute hingen mal wieder lose Kabel unter dem Auto und schliffen an der Antriebswelle.
Das habe ich dann mit dem vorsorglich im Baumarkt  gekauftem Draht 
"fachmännisch" - nach dem örtlichem "Standart" - repariert .  
Ich habe mich angepasst  :-)
Trotz aller Anpassung wollte ich heute das defeke Blinkerbirnchen wechseln - zwecklos - 
der zum Birnchen gehörende Stecker war "abwesend" ...
Ich hätte es ahnen und gleich lassen sollen !

Die Bohrinsel hat sich vor Jahren bei einem Sturm vor Venezuela loßgerissen und ist hier bei Sint Michiel auf dem Riff gestrandet - und wird hier wohl bleiben bis sie weggerostet ist ...

Einige meiner Leser finden das sicher alles nicht soooo lustig und etwas grenzwertig ...
Ich amüsiere mich hier täglich köstlichst von morgend's bis abend's  :-)

Heute war ein Regentag  - keine Action und nur abhängen ist ja auch mal ganz nett - 
so ein  "Urlaub"  kann ganz schön anstrengend sein  ;-)