Die letzten 4 Wochen ...  und ich weiss jetzt schon das wir wiederkommen  :-)

Die OP ist gut gelaufen - der pakistanische Arzt ist klasse.  Aber ansonsten sollte man hier einen Krankenhausaufenthalt vermeiden.  Das Haus ist supermodern, die Ärzte sind gut und aus aller Welt , nur beim Pflegepersonal mangelt es an Kenntniss und Motivation ...  
Update zum Krankenhaus : 
Gestern habe ich nach dem Verbandswechsel fluchtartig das Krankenhaus verlassen -  die Versorgung ist nicht nur extrem schlecht, sondern regelrecht gefährlich !  Nach 15 Jahren in der Krankenpflege kann ich das beurteilen - das Personal war mit meiner Reaktion natürlich vollkommen überfordert ...   egal - ich bin wieder "zu Hause" und habe ja meine persönliche Pflegekraft dabei - eine Krankenschwester als Ehefrau hat durchaus Vorteile  :-)

Meine neue Fußablage - es ist schon interessant was man alles aus einer Tupperdose und etwas Bauholz basteln kann   :-)
Dem Leguan geht es wie mir :  Kaltblütler - ohne Wärme läuft nichts - wir fangen gerade beide die letzten Sonnenstrahlen ein - meine  "Betriebstemperatur"  liegt oberhalb von 25°c ...

Der Krawall-Dackel ist inzwischen vollkommen durchgeknallt.  Heute hielt ein Fischer mit Seinem fast neuem Auto ( ! ) bei uns und fragte ob das unsere Hundes sind - er verlangte Schadenersatz.  Sein Fehler war anzuhalten um die Hunde nicht zu überfahren - Krawall-Jule
hat die Gelegenheit genutzt, ist unter das Auto, hat in irgendein Plastikteil gebissen und es halb rausgezogen.    Das wird noch böse enden ...

Nach 3 Wochen "Zwangsinternierung"  auf der Terrasse hatte ich heute meinen ersten "Freigang"  mit Kaffee und Kuchen im Klippenkaffee Playa Forit.  Das Leben beginnt wieder :-)
Update zu unseren hängenden Gärten :
Die erwartete, magere Ernte fällt komplett aus - die Leguane sind Kletterkünstler und haben es tatsächlich geschafft an das begehrte Grün zu kommen - hat offenbar geschmeckt ...

Schon bei unserem ersten Urlaub auf Curacao habe ich bemerkt das wir etwas anders sind als die meisten Touristen - wir haben keine Berührungsängste gegenüber dunkelhäutigen Menschen und schauen nicht auf Sie herab.  Die Folge war das wir sehr schnell Kontakt zu viele Einwohnern bekommen haben und - wie Sie das hier nennen - zur Familie gehören.
Ein in den kommenden Wochen großer Vorteil :  wir haben beim ( "brasilianischem" ) Karneval einen Platz in der ersten Reihe !  Der Karneval ist hier das wichtigste Ereigniss des Jahres und wer glaubt das die Kölner verrückt sind wird hier sehen das die "Curaca'er" vollkommen durchdrehen und alles Andere stillsteht.  

Ein trauriges - aber schon seit längerem erwartetes Ereigniss :
Struppi - der schwarze Rüde - ist vor unserer Tür überfahren worden.
Zum Glück mußte Er nicht leiden - Er war sofort tot.  
Ich bin sehr traurig - ich habe Ihn gemocht und Er mich offenbar auch.
Ich war der Einzige der Ihn ( manchmal ) anfassen durfte.       Der nächste ist Jule ...

Heute war ich in Barber beim Barber  :-)  neudeutsch auch Herrenstylist genannt.
War lang überfällig - mein Friseur in Deutschland hatte mich vorher gewarnt : 
"Die machen das da sicher mit der elektrischen Heckenschere".    Egal - war eh mal wieder ein "Erlebniss" fällig und wenn's schiefgeht - wächst ja zum Glück nach :-)
Ich habe drei an der Strasse sitzende Männer gefragt wo ein Friseur ist - Sie haben mir diesen als besten Friseur der Welt empfohlen - alle drei hatten eine Glatze ...    Der Friseur war klasse - schwang zur Musik mehr die Hüfte als die Schere und war gut drauf - aber das Ergebniss ist OK !

Nach 3 Wochen Einschränkungen war heute ein richtig guter Tag.  Ich konnte meine Fußstütze auf ein Minimum reduzieren und wir haben einen schönen Tag in Willemstad verbracht.   Wenn man sich nur wenige hundert Meter vom Touribereich entfernt findet man richtig schöne Stellen.
Und als i-Tüpfelchen haben die Jungs einer Strassenband für mich dann noch eine karibische Warianten von "Black Magic Woman" gespielt - was will man mehr  :-)

 Wir waren im Krankenhaus - ausnahmsweise mal nicht in eigener Sache - Krankenbesuch bei meinem Bettnachbarn.  Ihm wurde der Kehlkopf entfernt - einer der schlimmsten Dinge die einem passieren können.   Sein bester Freund war da und erzählte das Er lange in Kerkrade (!) gelebt hat und Aachen, Geilenkirchen und den Rursee kennt - die Welt ist klein  :-)  Wir sind nächste Woche bei der Familie eingeladen - und schon wieder hat sich der Kreis erweitert ...

Update:  Louis - mein Bettnachbar ist 2 Wochen später Verstorben.

Es stehen noch viele Hütten aus der Sklavenzeit und danach - einige sogar noch bewohnt !

Am kommenden Wochenende gehen die ersten Karneval-Umzüge und die Vorbereitungen laufen - für hiesige Verhälltnisse - auf Hochturen.  Überall am Strassenrand entstehen Tribühnen mit teils mehr als abenteuerlicher Statik.  Wer kein Geld für einen Tribühnenplatz hat kettet jetzt schonmal vorsorglich einen Plastikstuhl an die nächste Laterne um seinen Platz zu sichern.  Die begehrten Plätze sind seit einen Jahr reserviert !

Was ich seit Wochen erwarte ist heute passiert - die Stromversorgung ist vollkommen kolabiert - die ganze Insel war 7 Stunden ohne Strom !   Einer der 3 Generatoren ist abgebrannt und dann im Domino-Efekt auch die Anderen.  Strom ist hier teuer und er wird trotzdem verbraucht als ob es nicht kostet.  Bei dem Bauboom ist der nächste Kollaps vorprogrammiert ...    Curacao ...
Und, als wenn's nicht genug ist, heute das gleiche mit unserer Abwasserentsorgung.

Heute hatte ich richtig Glück und eine wohl einmalige Gelegenheit - einer der extrem scheuen Trupial hat sich in unsere Wohnung verirrt und sich vor mir hinter der Gardine versteckt wo ich Ihn mit der Hand fangen konnte.

Gerüstbau auf Curacao - mehr als grenzwertig - aber immer gut gelaunt bei der Arbeit.

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